Tønder Sumpf
Tøndermarsken ist das größte Marschgebiet Dänemarks. Das Marschland ist eine unverwechselbare Landschaft, die vom Meer geschaffen und vom Menschen geformt wurde. In den Städten und Landschaften von Tøndermarsken können Sie eine reiche architektonische Kultur erleben, umgeben von einer herrlichen Natur, die einige der wichtigsten Vogellebensräume in Europa beherbergt. Deshalb ist ein Teil von Tøndermarsken Teil des Nationalparks Wattenmeer und der äußere Teil hat den Status eines UNESCO-Welterbes.
Højer Stadt und Marskgården Højergård
Die Stadt Højer liegt auf einer Insel am Rande des Sumpfes hinter den Außendeichen. Von hier aus kann man nach Süden und Westen in das feuchte, tiefliegende Marschland blicken. Die Stadt entstand im Mittelalter und war schon früh ein Anlaufpunkt für Handelsschiffe und Austernboote. Bis 1736 war Højer so groß geworden, dass es den Status eines Weilers erhielt, d. h. einer städtischen Gemeinde, in der Handel und Handwerk ausgeübt werden mussten.
Højer ist eines der wenigen Beispiele in Dänemark, wo Bauernhöfe und Stadthäuser noch nebeneinander stehen. Das Stadtzentrum besteht aus engen Straßen und Plätzen mit einer abwechslungsreichen Gestaltung, in der gut erhaltene Gebäude im traditionellen Baustil mit regionalen Besonderheiten ein lebendiges kulturelles Umfeld bilden. Højer ist reich an architektonischem Erbe, und das Stadtzentrum weist eine der höchsten Konzentrationen an denkmalgeschützten und denkmalwürdigen Gebäuden in Dänemark auf.
Mitten auf dem Stadtplatz hat Realdania By & Byg zwei historische Häuser und ein Scheunengebäude in eine Food-Camp-Schule verwandelt. Bei dem Projekt Marskgården in Højer ging es darum, die wertvolle lokale Baukultur zu erhalten und gleichzeitig die Gebäude zu revitalisieren und ihnen neue Inhalte und eine moderne Nutzung zu geben.
Højergård ist ein klassischer westschleswigscher Marschbauernhof in Form eines Langhauses. Das Gebäude war früher Teil eines größeren Hofkomplexes mit mehreren Gebäuden und war früher ein vierflügeliges Bauernhaus. Heute besteht Højergård aus dem Bauernhaus von 1823, einer älteren Scheune aus dem Jahr 1700 im Osten, einer Villa von 1906 im Norden und einem neuen Flügel von 2019 im Westen. Die vier Gebäude befinden sich auf einem 3721 m2 großen Grundstück mit Garten und Innenhof.
Højer-Würste
Südjütländische Fleischerzeugnisse und Wurstwaren sind in ganz Dänemark bekannt, denn das südjütländische Fleischerhandwerk ist ein Synonym für Qualität. Viele Rezepte werden seit Generationen weitergegeben und haben ihre Wurzeln in Deutschland, wo es seit Jahrhunderten besondere Regeln für Reinheit und Fleischanteil gibt. Das gilt auch für Højer Pølser aus dem Jahr 1897, das sich seit vier Generationen im Besitz derselben Familie befindet und wohl Dänemarks meistausgezeichnetes Fleischerhandwerk ist. Das Unternehmen hat über 300 Medaillen bei Wettbewerben im In- und Ausland gewonnen und ein Ehrendiplom der dänischen Gastronomischen Akademie erhalten. Wir gehen mit den Metzgern in die Küche und lernen, wie man Würste mit den Originalzutaten von Højer Pølser herstellt.
Pazifische Auster
Seit dem Mittelalter wurden im Wattenmeer Austern gebaggert. Ab 1759 wurden sie im Austernlager auf dem Kiers Gård in Højer verpackt und gelagert, bevor sie u. a. an den russischen Hof verschifft wurden. In den letzten Jahren haben die Pazifischen Austern neue Bänke im Wattenmeer gebildet. Erfahrene Führer nehmen uns bei Ebbe zu den Austernbänken mit, wo wir alle Austern sammeln, die wir essen und mit nach Hause nehmen können. Auf der Salzwiese sammeln wir Kräuter, die wir zu Hause in der Küche zubereiten können.





















